Tee zubereiten

4. März 2015

Tee ist nicht gleich Tee. Die vielen verschiedenen Teepflanzen haben natürlich unterschiedliche Inhalts- und Wirkstoffe. Demnach gibt es auch unterschiedliche Zubereitungsarten, um einen Tee als Heilmittel zuzubereiten. Denn jeder Einfluss auf die Pflanze verändert auch die Wirkung ihrer Inhaltsstoffe. Wichtige Faktoren dabei sind die Temperatur des Teewassers, die Ziehzeit und das Verhältnis zwischen Tee- und Wassermenge.

Tee pur

Bei der Dosierung gilt die Faustregel 1 TL getrocknetes Kraut für 1 Tasse Tee. Dabei kann ein Tee aus nur einer Pflanze zubereitet werden oder auch aus einer Mischung von mehreren Sorten. Soll mit dem Tee eine bestimmte Heilwirkung erzielt werden, so kann mit wenigen, aber gut ausgewählten Pflanzen eine gute Wirkung erzielt werden. Denn das Motto viel hilft viel trifft hier nicht zu. Außerdem soll ein Heiltee nicht länger als 6 Wochen in Folge getrunken werden, denn sonst gewöhnt sich der Körper an die Wirkstoffe. Bei der Zubereitung gibt es je nach Pflanzenteile und Pflanzeninhaltsstoffe verschiedene Arten:

Heißer Aufguss

Bei einem heißen Aufguss werden 1 TL getrocknetes Teekraut mit einer Tasse kochendem Wasser (ca. 200 ml) übergossen. Den Aufguss lässt man dann zugedeckt 3 – 10 Minuten ziehen. Diese Zubereitungsart eignet sich für zarte Pflanzenteile wie Blüten und Blätter oder fein zerkleinerte Wurzel oder Rindenteile.

Absud

Das Wasser wird mit den Heilkräutern kurz aufgewallt. Der Tee siedet dann 2 bis 3 Minuten und zieht dann 5 Minuten bei geschlossenem Deckel, damit die Wirkstoffe nicht verloren gehen. Diese Zubereitungsart eignet sich für Pflanzen mit wasserlöslichen Wirkstoffen oder ätherischen Ölen.

Kaltwasserauszug

Beim Kaltwasserauszug wird der gut zerkleinerte Tee für bis zu 5 Stunden in kaltes Wasser gegeben. Gelegentlich kann man dabei umrühren. Der fertige Tee kann zum Trinken leicht erwärmt werden. Anwendung findet dieser Auszug bei schleimhaltigen Teekräutern wie Malvenblätter, oder Eibischwurzeln, weil die Schleimstoffe bei Hitze wirkstoffvermindert werden und außerdem verkleistern würden. Wichtig dabei ist, dass immer nur eine Tasse Tee angesetzt wird, denn im Kaltwasserauszug können sich rasch Keime bilden, weshalb der Tee nicht aufbewahrt werden soll.

Abkochung

Sehr starke Pflanzenteile wie dicke Blätter, Stängel, Früchte oder Wurzeln werden idealerweise zerkleinert und dann in kaltem Wasser zugestellt und zum Kochen gebracht. Den Tee lässt man dann 5 – 10 Minuten sieden.

tee

Nach der Teezubereitung wird jeder Tee durch ein Sieb gegossen.  Bei manchen Teesorten wie Schafgarbe oder Birkenblätter ist es ratsam, den Tee sofort abzuseien, denn sonst wird der Tee bitter.

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